Nach Beendigung des 2. Weltkrieges, aus dem zahlreiche Mitglieder nicht zurückkehrten, fand bereits am 12. Oktober 1945 die Neugründung des heutigen TuS „Blau-Weiß“ Istrup statt. 40 Personen waren anwesend und wurden als Mitglieder eingetragen. Der erste Nachkriegsvorstand bestand aus:

1. Vorsitzender: Heinrich Machentanz

Schriftführer:        Karl Kleine

Kassenführer:        Fritz Berghahn

Anlässlich der Generalversammlung vom 26.01.1946 wurde eine neue Vereinssatzung verabschiedet.

Probleme kamen bei der Beschaffung von Sportkleidung auf, jedoch waren einige Mitglieder bereit, diese durch Tauschgeschäfte zu beschaffen. Als wesentlich schwieriger stellte sich die Sportplatzfrage heraus. Der Vorstand führte Verhandlungen mit Bauer Peter, stieß jedoch immer wieder auf hartnäckigen Widerstand.

Dennoch wurde der Spielbetrieb mit 2 Seniorenmannschaften und einer Jugendmannschaft aufgenommen. Der Turnbetrieb konnte zunächst nicht fortgeführt werden, da keine Vorturner zur Verfügung standen.

Die Erste Mannschaft um 1947
Die Erste Mannschaft um 1947
Die Zweite Mannschaft um 1948
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Die Schülermannschaft von 1947 – v.l.: Obmann Fritz Tegt sen., Fritz Tegt jun., Friedhelm Topp, Heinz (Bern-hard) Klar, Horst Schnittger, Siegbert Körber, Sigmund Topp, Fritz Beckmann, Wilhelm Dohmeier; Kniend von links: Werner Uhmeyer, Horst (Tütten) Wülker, Karl Schlink

1947 wurde eine Tischtennis-Abteilung gegründet und eine Schülermannschaft aufgestellt. Wie lange die neue Abteilung bestanden hat, ist leider nicht zu erkennen.

Die Sportplatzfrage wurde immer schwieriger; um jedoch den Spielbetrieb aufrechterhalten zu können, wurden die Gemeindeverwaltung und Vertreter der Lippischen Landesregierung aus Detmold eingeschaltet. 1949 stellte Frau Ella Diekmann das Gelände zur Verfügung, auf dem sich der heutige Platz befindet. Als Dank wurde Frau Diekmann anlässlich der Vereinsversammlung am 17. Juni 1950 als Ehrenmitglied aufgenommen.

Der Platz wurde in Eigenleistung hergestellt. Während einer Versammlung am 25.03.1950 wurde beschlossen, dass alle Mitglieder bis 40 Jahre mitarbeiten sollen. Wer nicht in der Lage war, selbst zu erscheinen, musste 5,00 DM bezahlen oder eine Ersatzkraft stellen.

Umfassende Eigenleistungen ermöglichten den Bau des heutigen Sportplatzes

Die Arbeiten gingen zügig voran, so dass der lang ersehnte neue Platz bereits in der Zeit vom 11. bis 13. August 1950, zur Freude aller im Rahmen einer feierlichen Sportplatzweihe seiner Bestimmung übergeben wurde. Die Festschrift zur Sportplatzweihe ist bis heute erhalten. Schon damals wurde die Erstellung der Festschrift durch Sponsorengelder ermöglicht.

 Dieses Bild entstand bei der feierlichen Einweihung des neuen Sportplatzes im Jahre 1950.