Erwartungsgemäß gab es heute wenig neue Erkenntnisse in der Sportausschuss-Sitzung in Sachen Kunstrasenplatz. Insbesondere wurde über den Planungsstand bezüglich des möglichen Baugebietes unterhalb des Stadions berichtet. Hier wurde in der vergangenen Woche im zuständigen Bauausschuss der nächste Planungsschritt in die Wege geleitet. Eine Entscheidung ist damit allerdings noch nicht getroffen.

Zu Sitzungsbeginn bekräftigte Ausschussvorsitzender Klaus-Peter Hohenner die Absicht, tatsächlich einen Kunstrasenplatz in Blomberg bauen zu wollen. Hierbei verwies er auf den Koalitionsvertrag, in dem bereits entsprechende Absichten festgehalten sind.

Darüberhinaus durften die drei antragstellenden Vereine (BSV, TuS und LG Lippe-Süd) während einer Sitzungsunterbrechung nochmal eine Stellungnahme abgeben.

Die in den vergangenen Tagen ausgiebig preisgegebene Sichtweise des BSV wurde von Willem de Vos vorgetragen. 

Anschließend durften wir unsere Argumente vortragen. Dabei wurde zunächst hinterfragt, dass ein Kunstrasenplatz – egal an welchem Standort – allen Blomberger Vereinen zur Verfügung stünde. Somit müssten sich die Fußballer im Stadion zusätzlich mit den Leichtathleten arrangieren, die in ihrem Statement um den Erhalt des Ist-Zustandes im Stadion gebeten haben. In Istrup hingegen befindet sich ein sanierungsbedürftiger Platz, bei dem sofort mit dem Bau begonnen werden könnte, ohne dass es einer Einigung mit Nutzern anderer Sportarten bedarf. Darüber hinaus haben wir mit Brüntrup eine Ausweichmöglichkeit. Im Endeffekt bedeutet es für uns in Istrup aber auch, dass wir die Hoheit über “unseren” Platz verlieren würden.

Wie auch immer die Standortfrage geklärt wird, in mindestens einen sauren Apfel werden alle beißen müssen, damit – in einem ersten Schritt – sich die Rahmenbedingungen für die Blomberger Fußballer deutlich verbessern. Gleichzeitig ist aber das geplante Baugebiet am Stadion aus Sicht der Sportler kritisch zu sehen, da dadurch die Entwicklungsmöglichkeiten des Schul- und Sportzentrums gravierend eingeschränkt werden und die Möglichkeit zum Bau eines zweiten Kunstrasenplatzes in dessen Anbindung deutlich eingeschränkt würden.

Bericht von der Sportausschuss-Sitzung vom 20. März 2017