Die ersten zaghaften Blicke auf das Jubiläum gerichtet startete der Verein in das neue Jahrtausend. Nachdem seit 1999 kein Sportfest mehr veranstaltet wurde, wurde 2001 von Christian Rogos das Istruper Freundschaftsturnier ins Leben gerufen. Kernstück des Jugendturniers sind das E- und F-Jugendturnier. Das Turnier wurde ein riesiger Erfolg und wird seitdem jedes Jahr durchgeführt.

Ein Schlüssel des Erfolgs ist das große Zeltlager während des Turniers. Zahlreiche Mannschaften, egal ob aus dem Kreisgebiet oder aus größerer Entfernung angereist, schlagen während des Turniers übers Wochenende ihre Zelte auf dem Gelände hinter dem Sportplatz auf. Regelmäßige Besucher trotz der weiten Anreise sind die Kicker von Blombergs Partnerstadt Papendrecht (NL) und die immer größer werdende Delegation vom ASC Dortmund-Aplerbeck. Inzwischen schlagen ca. 400 Jugendliche mit ihren Betreuern ihre Zelte bei dem Turnier auf.

Traditionell beginnt jedes Freundschaftsturnier mit dem Einmarsch der Mannschaften.
Traditionell beginnt jedes Freundschaftsturnier mit dem Einmarsch der Mannschaften.

Der ASC Dortmund-Aplerbeck war auch der wesentliche Auslöser für die Idee, das Turnier zu veranstalten. Im Jahr 2000 weilte der ASC mit einer Jugendmannschaft in der Blomberger Jugendherberge und suchte einen Gegner für ein Freundschaftsspiel. Den Wunsch erfüllte Christian Rogos mit seiner Mannschaft gerne. Es entwickelte sich eine Freundschaft, die bis heute Bestand hat. Es sollte nicht die letzte Freundschaft bleiben, die sich im Laufe der Jahre entwickelt hat. Der Name „Freundschaftsturnier“ hätte also passender nicht sein können.

In besonderer Erinnerung dürfte das Freundschaftsturnier 2005 geblieben sein. Es kam ein Fußballer zu Besuch, der bereits 1982 in Istrup ein Freundschaftsturnier bestritten hat und zwischenzeitlich auch „mal eben“ Weltmeister wurde. Es handelte sich um Olaf Thon, der wie berichtet bereits 1982 im Rahmen des 75-jährigen Jubiläums mit der A-Jugend von Schalke 04 in Istrup ein Freundschaftsspiel bestritten hatte.

Für eine echte Überraschung sorgte 2002 die Erste Mannschaft mit dem Gewinn des in der Spielzeit letztmalig ausgespielten Fairness-Cups. Während in den vorigen Spielzeiten, oftmals auch durch Undiszipliniertheiten, der ein oder andere Platzverweis hingenommen werden musste, konnte das Team in der Saison jedes Spiel vollzählig beenden. Der verdiente Lohn war der Fairness-Cup, der aus den Händen von Klaus Fichtel entgegengenommen werden konnte.

Klaus Fichtel überreicht Obmann Karl-Heinz Geise den Fairness-Cup.
Klaus Fichtel überreicht Obmann Karl-Heinz Geise den Fairness-Cup.

Die Zweite Mannschaft hätte 2003 fast den Aufstieg feiern können. Der zweite Tabellenplatz in der Kreisliga C berechtigte zur Teilnahme am Aufstiegsspiel. Gegen die zweite Mannschaft des FC Eintracht Augustdorf bot das Team den zahlreichen mitgereisten Fans auf dem Mosebecker Sportplatz eine packende Partie. Nachdem es zehn Minuten vor Schluss noch 3:0 für Augustdorf stand, erreichten die Jungs noch mit einem 3:3 die Verlängerung, in der aber leider noch zwei Gegentreffer hingenommen werden mussten. Trotz des 3:5 wurde anschließend die Niederlage wie ein Sieg gefeiert.

Die Zweite Mannschaft vor dem Entscheidungsspiel – hinten v.l.: Marcel Nolte, Lars Kinkeldey, Roger Pettenpohl, Heiko Thiel, Christof Pettenpohl, Karl-Horst Schwarz, Alex Koch, Obmann Lothar Leimenkühler, Jens Stohlmann, Trainer Jens Exler; vorne v.l.: Andreas Funke, Alexander Eduardoff, Oliver Velten, Daniel Topp, Kai Stecker, Thors-ten Trachte, Dirk Topp, Kai Richter
Die Zweite Mannschaft vor dem Entscheidungsspiel – hinten v.l.: Marcel Nolte, Lars Kinkeldey, Roger Pettenpohl, Heiko Thiel, Christof Pettenpohl, Karl-Horst Schwarz, Alex Koch, Obmann Lothar Leimenkühler, Jens Stohlmann, Trainer Jens Exler; vorne v.l.: Andreas Funke, Alexander Eduardoff, Oliver Velten, Daniel Topp, Kai Stecker, Thors-ten Trachte, Dirk Topp, Kai Richter

Wichtig für den Sport ist es, dass neben den Spielern auch ausreichend Schiedsrichter zur Verfügung stehen. Auch für diesen Part fanden sich im TuS zum Glück immer einige Mitglieder die sich bereiterklärten, diesen teilweise doch etwas undankbaren Job zu erledigen.

Zu den langjährigsten Schiedsrichtern gehört Wilhelm Uthmeyer. 2003 wurde er vom Kreisschiedsrichterausschuss für 50-jährige aktive und passive Schiedsrichtertätigkeit geehrt. Mehrere Jahrzehnte aktive Tätigkeit können auch Jürgen Dohmeier, Wilhelm Heppe, Erich Pahne, Heiko Welsche, Andreas Roddau und Frank Roddau aufweisen.

Auch vor dem TuS machte der technische Fortschritt nicht halt. Am 15. August 2002 wurde die eigene Homepage in Betrieb genommen. Unter der Adresse www.tus-istrup.de bietet seitdem auch das Internet eine Möglichkeit, sich über die Geschehnisse im Verein zu informieren.

Am 14. Januar 2003 herrschte in ganz Istrup große Betriebsamkeit, denn das Fernsehen hatte sich angekündigt. Im Rahmen der Serie „Dorfplatz schlag Zehn“ der WDR-Sendung „Lokalzeit OWL“ wurde am Vortag Istrup ausgelost und von einem Fernsehteam besucht. Neben dem Dorf selbst wurden auch die Istruper Vereine vorgestellt – natürlich auch der TuS.

Die jüngste Abteilung im Verein ist die Radsportgruppe, die 2004 auf Initiative von Ralf Krüger gegründet wurde. Mit einer wöchentlichen Radtour sowie jährlich durchgeführten Wochenendausflügen hat sich die Radsportgruppe zu einer sehr beliebten Abteilung entwickelt.

Die Radsportgruppe bei der Blomberg-Tour 2006 – v.l.: Ulrich Wicke, Karl-Heinz Deneke, Friedrich Schlieper, Karl-Heinz Hollmann, Ralf Krüger, Dieter Tegt, Jörg Hausmann, Uwe Welsche und Karl-Friedrich Tappe
Die Radsportgruppe bei der Blomberg-Tour 2006 – v.l.: Ulrich Wicke, Karl-Heinz Deneke, Friedrich Schlieper, Karl-Heinz Hollmann, Ralf Krüger, Dieter Tegt, Jörg Hausmann, Uwe Welsche und Karl-Friedrich Tappe

Sehr erfolgreich hat sich auch die Leichtathletik-Abteilung entwickelt. Neben dem seit 1992 amtierenden Obmann Ralf Meiseberg konnte Alexa Karasch als zusätzliche Trainerin gewonnen werden. In der jüngsten Vergangenheit konnten zahlreiche Meistertitel errungen werden. Andre Karasch konnte sich darüber hinaus über Berufungen in den Kreis- sowie Landeskader freuen.

Die Leichtathletik-Abteilung im Jahr 2005.
Die Leichtathletik-Abteilung im Jahr 2005.

Eine scheinbare Veränderung hat sich für den Verein im Jahr 2006 ergeben. Da die allgemeine Finanzknappheit auch die Stadt Blomberg erreicht hat, wurden auch im Bereich Sportstättenunterhaltung Einsparungen erforderlich. Seitdem hat der Verein bestimmte Arbeiten in Eigenleistung zu erbringen und teilweise auch die Kosten zu tragen. Vermutlich begünstigt durch einen Bürgermeister, der als langjähriger Vorsitzender des größten Blomberger Sportvereins auch ein Herz für die Belange der Vereine hat, wurde eine Einigung erzielt, die im Vergleich zu anderen Kommunen als sehr human bezeichnet werden kann. Und wer diese Chronik gelesen hat wird feststellen, dass sich gar nicht so viel geändert hat. Der Eigeninitiative und dem Engagement seiner Mitglieder hat dieser Verein es zu verdanken, dass wir im Jahr 2007 sein 100-jähriges Bestehen feiern konnten…