Während Deutschland 1990 um fünf neue Bundesländer gewachsen ist, ist auch das Einzugsgebiet des TuS Istrup quasi um einen Ortsteil größer geworden. Da im Barntruper Ortsteil Selbeck keine Fußballmannschaft existierte, schlossen sich zahlreiche Spieler unserem Verein an und spielen zum Teil noch bis heute für uns. Diesem Umstand war es auch zu verdanken, dass 1991 erstmals in der Vereinsgeschichte eine dritte Senioren-Fußballmannschaft gemeldet werden konnte. Die organisatorische Leitung übernahm Lothar Leimenkühler, trainiert wurde die Mannschaft von Roger Pettenpohl. Über fünf Spielzeiten konnte die Dritte Mannschaft gemeldet werden. Für die Saison 1996/97 standen dann nicht mehr ausreichend Spieler zur Verfügung, so dass die Mannschaft wieder abgemeldet werden musste.

Die Dritte Mannschaft in der Saison 1992/93 – hinten v.l.: Jörg Kloberdanz, Andreas Pöpper, Ralf Karasch, Arne Bruns, Oliver Roets, Hardy Carl, Martin Hilbich, Matthias Pook, Roger Pettenpohl, Lothar Leimenkühler; vorne v.l.: Wolfgang Fischer, Andreas Funke, Karsten Topp, Christof Pettenpohl, Thomas Funke, Jens Exler, Mirco Topp, Norbert Oetting
Die Dritte Mannschaft in der Saison 1992/93 – hinten v.l.: Jörg Kloberdanz, Andreas Pöpper, Ralf Karasch, Arne Bruns, Oliver Roets, Hardy Carl, Martin Hilbich, Matthias Pook, Roger Pettenpohl, Lothar Leimenkühler; vorne v.l.: Wolfgang Fischer, Andreas Funke, Karsten Topp, Christof Pettenpohl, Thomas Funke, Jens Exler, Mirco Topp, Norbert Oetting

1991 war auch die Geburtsstunde einer neuen Abteilung. Gudrun Tegt rief die Handball-Abteilung ins Leben. Anlässlich der Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen der Fußball-Abteilung trat erstmals die Damen-Mannschaft im Rahmen eines Handball-Turniers an. Die Abteilung entwickelte sich zunächst prächtig. Neben der Damen-Mannschaft wurden später auch eine Herren- und mehrere Jugendmannschaften gemeldet. Allerdings mussten die Mannschaften nach einigen Jahren wieder abgemeldet werden. Erfreulicher Weise besteht die Abteilung trotzdem noch heute. Der harte Kern der Damen-Mannschaft trifft sich noch heute regelmäßig und steht auch auf den Sportfesten als verlässliche Theken-Crew zur Verfügung.

Die Handball-Damen im Jahr 1992: hinten v.l.: Trainer Rainer Beermann, Anette Barkel, Gabriele Niederhöfer, Daniela Drifte (jetzt: Brenker), Nicole Möhring (jetzt: Hinder), Natascha Gaube, Bärbel Heinert (jetzt: Knollmann); vorne v.l.: Gudrun Tegt, Ursula Deneke, Anke Schwensfeger, Ute Beermann, Iris Drawe; es fehlen : Anja Hank, Claudia Lühr, Ilse Schoppe
Die Handball-Damen im Jahr 1992: hinten v.l.: Trainer Rainer Beermann, Anette Barkel, Gabriele Niederhöfer, Daniela Drifte (jetzt: Brenker), Nicole Möhring (jetzt: Hinder), Natascha Gaube, Bärbel Heinert (jetzt: Knollmann); vorne v.l.: Gudrun Tegt, Ursula Deneke, Anke Schwensfeger, Ute Beermann, Iris Drawe; es fehlen : Anja Hank, Claudia Lühr, Ilse Schoppe

Am 25. April 1992 beginnt die bisher längste Amtszeit eines TuS-Vorsitzenden. Als Karl-Heinz Deneke das Amt übernommen hat, hätte wohl niemand damit gerechnet, dass er 15 Jahre später den Verein in das 100-jährige Jubiläum führen würde.

Auch im Umfeld des Sportplatzes gab es Veränderungen. 1994 wurde der Trainingsplatz überwiegend in Eigenleistung erstellt. Endlich konnte auch in den Wintermonaten vernünftig trainiert werden, denn der Trainingsplatz wurde mit vier Flutlichtmasten ausgestattet und verfügte somit über eine ausreichende Beleuchtung.

1998 wurden die Strukturen im Verein neu organisiert. Unter dem Motto „Ausrichtung 2007“ fanden mehrere Workshops statt, auf der die weitere Ausrichtung des Vereins festgelegt wurde. Unter anderem wurde festgelegt, dass die Förderung der Jugend im Vordergrund stehen und auch in Zukunft kein Spieler bezahlt werden solle. Außerdem wurden neue Aufgabenbereiche und Verantwortlichkeiten festgelegt.

Eine Ära in der Vereinsgeschichte endete im Juni 1997. Albertus Vermaas beendet nach 18 Jahren seine Istruper Trainerlaufbahn. Bei der bewegenden Verabschiedung durch die Mannschaft und den Fans blieb kein Auge trocken. Als besondere Überraschung gab es noch ein Ständchen. Ute und Gerd Rau sangen zum Abschied „Time to say good bye“.

Albertus Vermaas bei seiner Verabschiedung durch die Mannschaft und den Vorsitzenden Karl-Heinz Deneke.
Albertus Vermaas bei seiner Verabschiedung durch die Mannschaft und den Vorsitzenden Karl-Heinz Deneke.

Im Jugendbereich bildete der TuS zunächst nach wie vor eine Jugendspielgemeinschaft mit dem BSV Blomberg. Diese wurde 1994 um die Nachbarvereine SV Cappel und SV Schwarz-Weiß Brüntrup erweitert.

Anfang der neunziger Jahre wurde die Jugend-Fußballabteilung um eine zusätzliche Altersklasse erweitert. Im Rahmen der gemeinsamen Jugendarbeit wurde aus den vier- bis sechsjährigen Sportlern eine Minikicker-Mannschaft gebildet.

Die größten Erfolge in der Jugendspielgemeinschaft konnten die Geburtenjahrgänge 1973/74 feiern. Wie bereits berichtet wurde der Jahrgang in der Saison 1987/88 mit der C-Jugend Meister der 1. Kreisklasse. Zwei Spielzeiten später wurden die Spieler mit der B-Jugend Meister und schafften den Aufstieg in die Bezirksliga, wo die Klasse in der folgenden Saison auch gehalten werden konnte. 1991/92 schaffte der Jahrgang dann auch noch mit der A-Jugend den Aufstieg in die Bezirksliga, wo die Klasse im Folgejahr aber leider nicht gehalten werden konnte.

Auch sonst konnten die Jugendmannschaften Erfolge vorweisen. Die D-Jugend wurde 1992/93 Kreismeister. Die E11-Jugend schaffte es 1994/95 bis in das Endspiel um die Kreismeisterschaft. 1998 wurden sowohl die E-Jugend als auch die D-Jugend Kreispokalsieger. Dies sind nur einige der damaligen Erfolge.

Sportliche Highlights im Senioren-Fußball der neunziger Jahre waren unter anderem der Aufstieg der zweiten Mannschaft in der Saison 1992/93. Leider konnte sich die Mannschaft nur 2 Jahre in der Kreisliga B halten.

Die Zweite Mannschaft bei der Aufstiegsfeier 1993 - Stehend v.l.: Jürgen Topp, Vorsitzender Karl-Heinz Deneke, Betreuer Gerhard Schlink, Andreas Funke, Folker Ahrens, Christof Pettenpohl, Thomas Funke, Martin Hilbich, Andreas Roddau, Sabine Roddau; vorne v.l.: Wolfgang Fischer, Hans-Peter Wagner, Mirco Topp, Thomas Glunz, Andreas Hellmeier, Christian Jakob, Christian Rogos, Alexander Koch, Werner Niederdeppe, Trainer Roger Petten-pohl, Dieter Tegt, Frank Schnittger
Die Zweite Mannschaft bei der Aufstiegsfeier 1993 – Stehend v.l.: Jürgen Topp, Vorsitzender Karl-Heinz Deneke, Betreuer Gerhard Schlink, Andreas Funke, Folker Ahrens, Christof Pettenpohl, Thomas Funke, Martin Hilbich, Andreas Roddau, Sabine Roddau; vorne v.l.: Wolfgang Fischer, Hans-Peter Wagner, Mirco Topp, Thomas Glunz, Andreas Hellmeier, Christian Jakob, Christian Rogos, Alexander Koch, Werner Niederdeppe, Trainer Roger Petten-pohl, Dieter Tegt, Frank Schnittger